27. März 2018

Durchstich zwischen Hafenstraße und Nordstraße – Auswirkungen auf das Waller „Heimatviertel“ und auf die Verkehrssituation in der Überseestadt und in der Hafenrandstraße

Foto-Quelle: By Bin im Garten (Own work) [GFDL or CC BY 4.0], via Wikimedia Commons

Der Entwurf zum „Integrierten Verkehrskonzept Überseestadt“ sieht vor, einen Durchstich zwischen Hafenstraße und Nordstraße zu bauen, um den Verkehr aus der Überseestadt zu- und abzuleiten.

Ob die geplante Maßnahme S8 „Neubau einer Verbindung zwischen Hafenstraße und Nordstraße“ das Ziel einer Entlastung der Verkehrssituation in der Überseestadt überhaupt erreichen kann, ist dabei fraglich.

Ebenso ist zu erwarten, dass für den bereits überlasteten Verkehrszug der Hafenrandstraße zusätzliche Verkehre und Verzögerungen entstehen.

Das Heimatviertel ist eine Waller Enklave in der Überseestadt: Es gehört zum Stadtteil Walle, liegt aber südlich der Nordstraße und damit geographisch im Areal der Überseestadt. Im Heimatviertel wohnten früher vor allem Hafenarbeiter. Es ist durch eine typische Bebauung mit zweistöckigen, relativ kleinen Häusern in geschlossenen Straßenzügen gekennzeichnet und weist eine hohe städtebauliche Qualität und einen starken sozialen Zusammenhang auf.

Das geplante Bauvorhaben würde zur Errichtung einer hohen Lärmschutzwand führen, durch die das Heimatviertel abgeschirmt und nach Osten abgeschnitten würde. Die Abgasbelastung würde erheblich zunehmen. Die bereits prekäre verkehrliche Situation auf der Nordstraße, die bereits jetzt zu häufigen Staus und zu einer technischen Überlastung des Straßenzugs „Hafenrandstraße“ führt, würde massiv verschärft.

Vor diesem Hintergrund hat DIE LINKE eine Große Anfrage eingereicht, die der Senat im April 2018 beantworten muss.

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Quelle: http://www.dielinke-bremen-nordwest.de/politik/aktuelles/detail/artikel/durchstich-zwischen-hafenstrasse-und-nordstrasse-auswirkungen-auf-das-waller-heimatviertel-2/