28. Juni 2012

Planungssicherheit für Schulen und LehrerInnen herstellen.

Noch immer steht eine Entscheidung der Landesregierung über die Zuweisung von Stundenkontingenten an öffentlichen Schulen aus. Zudem muss befürchtet werden, dass erneute Stundenkürzungen nicht ausgeschlossen sind. Wie die GEW mitteilte, würden landesweit über 70 LehrerInnen in diesem Sommer in den Ruhestand gehen. Nach wie vor ist ungewiss, ob diese Stellen wieder besetzt werden.

Den Schulleitungen ist es angesichts dieser Hängepartie immer noch nicht möglich, die Unterrichts- und Einsatzplanung für das nächste Schuljahr zu realisieren.

Diese Planungsunsicherheit bringt nicht nur weitere Unruhe in die Schulen, sie trägt auch dazu bei, dass Vertrauen in die Verlässlichkeit der Landesregierung weiter zu beschädigen. Der Stadtteilbeirat Walle erwartet von der Bildungsbehörde, dass das Engagement der Schulen und Eltenbeiräte für eine positive Schulentwicklung mit Wertschätzung und Unterstützung begleitet wird.

Die dringend benötigten LehrerInnen wissen immer noch nicht, ob und an welcher Schule sie im kommenden Schuljahr unterrichten können. Angesichts dieser Situation orientieren sich gut ausgebildete Lehrkräfte aus Bremen in andere Bundesländer, weil sie dort zu einem deutlich früheren Zeitpunkt eine feste Stellenzusage erhalten. Darunter sind auch Referendare und Referendarinnen, die bereits während ihrer Ausbildung die Schulen kennenlernten und sich als Nachwuchskräfte bewährt haben und dringend gebraucht würden. Wenn diese angehenden Lehrerinnen und Lehrer sich nun anderweitig orientieren, ist das vor dem Hintergrund der gesteckten Ziele für das Bremer Schulsystem kontraproduktiv.

Diese umfassende Planungsunsicherheit an den betroffenen Schulen zum Ende des jetzigen Schuljahres ist aus Sicht des Stadtteilbeirats Walle weder akzeptabel noch nachvollziehbar.

Der Beirat Walle möge beschließen:

Der Beirat Walle fordert die Senatorin für Bildung auf, den öffentlichen Schulen die für eine gute Unterrichtsversorgung erforderlichen Lehrerstunden unverzüglich zu zu weisen. Der Beirat Walle fordert die Senatorin für Finanzen auf, die dafür benötigten Finanzmittel freizugeben.

Jörg Tapking, Fraktionssprecher