19. Juli 2013

Gröpelingen kann und muss Flüchtlingen unterbringen

Binnen kürzester Zeit müssen in Bremen 900 Flüchtlinge zusätzlich untergebracht werden. Im August entscheidet auch der Beirat Gröpelingen über die Einrichtung eines Übergangswohnheimes für 120 Flüchtlinge. Anders als die SPD steht die Linksfraktion im Beirat nach ausführlicher Rücksprache mit ExpertInnen zur Unterbringung im Stadtteil.   

Fraktionssprecher Raimund Gaebelein sieht akuten Bedarf nach Übergangswohnheimen: „Auch DIE LINKE möchte Flüchtlinge dezentral in Wohnungen unterbringen. Aktuell haben wir es aber mit einer Notsituation zu tun, die nur in einer gemeinsamen Kraftanstrengung zu bewältigen ist. Die Unterkünfte werden heute gebraucht und der Wohnungsmarkt gibt das bekanntermaßen nicht her. Fachliche Betreuung und qualifizierte Standards vorausgesetzt, eignet sich der Standort Schiffbauerweg aus unserer Sicht. Bausubstanz und Verkehrs-Infrastruktur aber auch das Angebot an Dienstleistungen im nahegelegenen Zentrum des Quartiers  sprechen klar für das ehemalige Sozialzentrum.“

Helga Ebbers, ebenfalls für DIE LINKE im Gröpelinger Beirat, ergänzt: „Es ist unmöglich, wenn die SPD eine dringend benötigte Flüchtlingsunterkunft mit dem Verweis auf die schwierigen Sozialindikatoren im Stadtteil rundweg ablehnt. So werden Flüchtlinge als soziale Belastung denunziert. Das Gegenteil ist richtig: Armutslagen in Bremen und Gröpelingen lassen sich definitiv nicht auf eine Gruppe traumatisierter, vor Krieg und Verfolgung geflüchteter Menschen zurückführen -  sondern eher auf 68 Jahre sozialdemokratische Regierung.“