3. Februar 2017

Rechte Schmiererei in der Ausstellung "Die Kinder vom Bullenhuser Damm"

Wenige Tage nach Ausstellungsbeginn wurden Schautafeln im Bürgerhaus mit rechten Sprüchen beschmiert: "Schluß mit dem Schuldkult". Soll heißen, Schluss mit der Beschäftigung mit Faschismus und Krieg, das ist alles lange her und genug thematisiert.

Es geht in der Ausstellung und in der Gedenkkultur nicht primär um Schuld und schon gar nicht um eine Kultivierung von Schuld. Es geht bei der Erinnerung an Faschismus und Krieg darum, aus der Geschichte zu lernen, dass sie sich in dieser entsetzlichen Form nicht wiederholt. Es geht darum, wachsam zu sein, wenn sich Rassismus und Nationalismus wieder zeigen. Wachsam und bereit, dagegen zu halten. "Wer aus der Geschichte nicht lernt, der ist dazu verdammt, sie zu wiederholen". Wer das nicht will, muss rechtem Gedankengut entgegen treten, wo immer es sich zeigt.

(Bild: MT, Text: KB)