4. Juli 2014

Westbad - DIE LINKE fordert eine sofortige Sanierung

Die Beiratsfraktionen der Linken in Gröpelingen und Walle äußerten sich anlässlich der Beiratssitzung am 3. Juli 2014 empört darüber, dass Westbad in einem desolaten Zustand ist und fordern eine sofortige Sanierung.

Der bauliche Zustand der öffentlichen Bäder wurde vom zuständigen Senator jahrelang ignoriert. Der riesige Sanierungsstau in Höhe von insgesamt mindestens 29 Mio. Euro allein an den Standorten Uni und Walle ist nach Einschätzung der Linken nur angefallen, weil das Sportressort die fachlich gebotenen Reparatur- und Modernisierungsmaßnahmen in den vergangenen Jahren nie finanziert hat. „Es ist keinesfalls hinnehmbar, dass das Westbad infolge größerer Schäden immer wieder geschlossen werden muss, wie zuletzt im April 2014 und in dieser Zeit für eine Nutzung nicht zur Verfügung steht“ kritisiert der Waller Beirat Jörg Tapking die Untätigkeit des Sportressorts. Er fordert, „das Westbad umfassend zu sanieren. Dazu muss der Senator Mäurer zeitnah ein belastbares Konzept vorlegen und Haushaltsmittel bereit stellen“.

Im Zusammenhang mit der geplanten Schließung des ebenfalls sanierungsbedürftigen Unibades sind Planungen bekannt geworden, am Standort des Westbades ein neues zentrales Sportbad zu errichten.

Die Beiräte der LINKEN weisen diese Überlegungen entschieden zurück! „Ein Sportbad für den wettkampforientierten Leistungssport würde die derzeitigen Nutzungsschwerpunke in Frage stellen und damit den Interessen der Bevölkerung vor Ort widersprechen. Gerade die Nutzer, die von der Schließung des Goosebades schon einmal getroffen wurden zum Beispiel Reha- und Gesundheitssportgruppen, wären wieder die Hauptleidtragenden“ bemerkt dazu die Gröpelinger Beirätin Helga Ebbers.

Das Westbad ist für den Bremer Westen und darüber hinaus absolut unverzichtbar.  Die Besucherzahl lag im Jahr 2013 bei 215.000. Das Westbad war damit das am zweitbesten besuchte Bad in Bremen. Eine Sanierung bzw. ein Neubau des Westbades muss deshalb weiterhin den Bedürfnissen der Bevölkerung im Einzugsgebiet Rechnung tragen. Es muss in seiner jetzigen Form als Frei- und Hallenbad, für Freizeitgestaltung, schulischen Schwimmunterricht, Vereinsnutzung und als Standort für Gesundheitssport im Bremer Westen erhalten bleiben.