5. Juni 2013

Ein Wegfall der Schulsozialarbeit ist inakzeptabel

An elf Schulen im Bremer Westen sollen deren SozialarbeiterInnen, deren Verträge zum 31. Dezember 2013 enden,  nicht weiter beschäftigst werden. Dies geht aus einer Anfrage der LINKEN in der Bremischen Bürgerschaft hervor. „Schulsozialarbeit braucht aber personelle und organisatorische Kontinuität. Gröpelingen ist im Bildungsbereich jetzt schon besonders gebeutelt. Die Quoto der SchülerInnen, die Abitur machen, ist mit 18 Prozent erschreckend niedrig.“, meint Raimund Gaebelein, Fraktionssprecher der LINKEN im Beirat Gröpelingen. Seine Waller KollegIn Cornelia Barth, selbst Sozialarbeiterin, ergänzt: „Aus den Schulen wird übereinstimmend berichtet, dass die sozialarbeiterischen KollegInnen zu einem unverzichtbaren Bestandteil der Schule geworden sind. Diese Qualität, die aufgrund der in den Schulen herrschenden Bedingungen nicht Luxus, sondern Notwendigkeit ist, jetzt der „Budgetdisziplin“ zu opfern wäre fahrlässig und skandalös.  Mit dem Vertrauen von SchülerInnen spielt man nicht und genau ein solches ist zwischen ihnen und den SozialarbeiterInnen entstanden. Wenn diese Beliebigkeit im Umgang mit Menschen durch fehlende Finanzen begründet wird, sollten zunächst einmal die zur Schuldentilgung im Bremer Haushalt versenkten Millionen, lt. taz Berichterstattung vom 12.04.12 bis zu 5 Millionen, hervorgeholt und entsprechend ihrer Bestimmung eingesetzt werden.“

Die Stadtteilfraktionen der LINKEN im Bremer Westen haben jeweils eigene, gleichlautende Anträge eingereicht, mit denen der Senat aufgefordert werden soll, dafür Sorge zu tragen, dass keine SchulsozialarbeiterInnenstellen gestrichen werden und die SchulsozialarbeiterInnen, die an ihren Schulen eingearbeitet sind über den 31. Dezember 2013 hinaus beschäftigt werden.

Der Sprecher des Kreisverbandes Nord-West der LINKEN Bernd Brejla kritisiert abschließend, dass der Senat die Verantwortung mal wieder auf Berlin schiebt, statt selbst tätig zu werden. „Die Landesregierung muss endlich auch eigenes Geld in die Hand nehmen und darf nicht darauf spekulieren, dass die Bundesregierung nichtabgerufene Mittel aus dem Bildungs- und Teilhabegesetz freigibt zur zweckgebundenen Nutzung. Es geht schließlich um unsere Kinder!“

Folgende Lehreinrichtungen des Bremer Westens sind betroffen:

Gröpelingen: Grundschule an der Fischerhuder Straße, Grundschule am Pastorenweg, Grundschule am Halmerweg, Grundschule an der Oslebshauser Heerstraße, Grundschule auf den Hauen, Neue Oberschule Gröpelingen, Gesamtschule Bremen-West und die Oberschule im Park.

Walle: Oberschule am Waller Ring, Oberschule an der Helgolander Straße und Allgemeine Berufsschule.

Die Senatsantwort zur Anfrage der LINKEN (http://tinyurl.com/qxa5txq) können Sie hier einsehen: http://tinyurl.com/p55es8b