17. November 2011

Neufassung der Kapazitätsverordnung für die Oberschule Findorff

Mit Empörung reagiert die Fraktion DIE LINKE im Beirat Findorff auf die Absicht der
Bildungsbehörde, im kommenden Schuljahr die Aufnahmekapazität der 5. Klassen an der Oberschule Findorff von 137 auf 106 Schüler_innen zu senken. Dies sieht eine
entsprechende Deputationsvorlage vor. Dies bedeutet bei 182 Viertklässlern in den
Findorffer Grundschulen, dass mindestens 76 Kinder nicht in ihrem Stadtteil die
weiterführende Schule besuchen dürfen. Im aktuellen Schuljahr galten die 137 Plätze für 180 Viertklässler.

„Mit dieser Entscheidung wird die „Vision 2014“, die ein zukunftsweisendes
Schulraumkonzept der Oberschule Findorff beschreibt und breite Unterstützung im Beirat und im Stadtteil erfuhr, zunichte gemacht“, kritisiert die bildungspolitische Sprecherin der Findorffer LINKEN, Katharina Krieger, die Beschlussvorlage für die Bildungsdeputation. Dies bedeute auch für das kommende Schuljahr für Findorffer Eltern und ihre Kinder banges Hoffen auf einen Schulplatz, so Krieger weiter. Noch im letzten Jahr wurde dem Beirat gegenüber versichert, allen Findorffern, die es wünschen eine Beschulung im Stadtteil zu ermöglichen. Diese Zusicherung erweist sich nunmehr als hohle Phrase einer Bildungspolitik, die auf dem Reißbrett entwickelt wird und die Interessen der Beteiligten außer Acht lässt. Die richtige Entscheidung, in Gröpelingen eine weitere Oberschule einzurichten darf nicht dazu führen, Findorffer Kinder aus dem Stadtteil zu treiben. Bauliche Erweiterungen sind auch an der Oberschule Findorff notwendig, um das in der Schule entwickelte und mit dem Beirat abgestimmte Konzept umzusetzen. Mit der Kapazitätsplanung der Bildungsbehörde wird dem Engagement des Kollegiums der Oberschule und noch mehr den Hoffnungen vieler Eltern Findorffer Grundschülern bzgl. einer stadtteilorientierten Schulpolitik der Garaus gemacht.

DIE LINKE im Beirat Findorff fordert, die Beschlussfassung über die Aufnahmezahlen erst nach den Anwahlen der Eltern vorzunehmen sowie die Beteiligung des Beirates
einzuleiten.

Krieger: „Wieder einmal wird deutlich, dass sich die Schuldenbremse als Bildungsbremse entpuppt, die Zeche zahlen unsere Kinder. Diese Politik nach Gutsherrenart unterstreicht eindrucksvoll die Notwendigkeit der Bildungsproteste in dieser Stadt!“