5. Juli 2018

Der Westbad-Neubau muss gestiegenen Anforderungen genügen!

Das Hallenbad  im Bremer Westen soll neu gebaut werden. An den Plänen für den Neubau gibt es jedoch erhebliche Kritik seitens des Gröpelinger Beirats und einer großen Anzahl von lokalen Institutionen, Vereinen und Initiativen. Die Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft hat jetzt einen Antrag an die Stadtbürgerschaft gestellt, der diese Kritik aufnimmt. Das Parlament soll den Senat auffordern, den Neubau unter anderem durch größere und besser nutzbare Wasserflächen deutlich attraktiver zu gestalten.

Cindi Tuncel, sportpolitischer Sprecher der Fraktion, erläutert die Hintergründe:

"Der geplante Neubau soll 30 Prozent weniger Wasserfläche bereithalten als der bisherige. Die neuen Schwimmbecken sollen auch keine höhenverstellbaren Hubböden mehr haben, was sie für Kurse und für den Schwimmuntericht schlechter nutzbar macht. Zudem sollen attraktive gesundheitsorientierte Angebote wie Sauna, Solebad und Gymnastikhalle entfallen. Dies entwertet das Hallenbad als den am stärksten frequentierten Begegnungsort im Stadtteil mit seiner unverzichtbaren Bedeutung für Integration und Gesundheit! Gleichzeitig steigt die Zahl der Kinder im Bremer Westen in den nächsten Jahren um 20 Prozent an. Wie soll denn auf dem verkleinerten Raum ein dringend notwendiger, verbesserter Schwimmuntericht stattfinden? Das passt alles überhaupt nicht zusammen. Wir halten die Kritik von Beirat, Vereinen und Institutionen für völlig berechtigt. Unser Antrag zielt darauf ab, die eklatanten Mängel im geplanten Neubau abzustellen und unter Einbeziehung aller relevanten Nutzer*innengruppen das attraktive Westbad zu planen und zu bauen, dass der Bremer Westen benötigt und verdient hat!"

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