Letzte Woche wurden die Anwahlzahlen der weiterführenden Schulen für das Schuljahr 2010/2011 bekannt. Demnach würden allein im Bremer Westen 142 Kinder nicht an der Schule ihrer Erstwahl unterkommen. 125 Kinder bekämen in diesem Jahr die Absagen von der GSW, ein paar wenige von der Oberschule Findorff. Freie Plätze stehen an den Oberschulen Waller Ring, Helgolander Straße und der Oberschule Gröpelingen aber in dem Umfang gar nicht zur Verfügung. An diesen drei Schulen käme man insgesamt lediglich auf eine Zahl von 78 verfügbaren Plätzen. 64 Kinder aus Walle und Gröpelingen könnten somit nach dieser Rechnung nicht im Bremer Westen beschult werden.
„Ein nicht hinnehmbarer Zustand“ sagt Michael Horn, Fraktionssprecher der LINKEN im Beirat Walle. Bereits in den vergangenen Jahren wurden an den Schulzentren im Bremer Westen die Klassenfrequenzen unzumutbar erhöht. Kristina Vogt, bildungspolitische Sprecherin der Waller LINKEN ergänzt: „Übergangslösungen können wir nicht länger akzeptieren. Eine Erhöhung der Klassenfrequenzen würde das Konzept der Oberschule gefährden. Den Schulen sind auf Grund der räumlichen Beschränkungen keine weiteren Klassen zuzumuten.“ Es bleibt offen, welche Lösung die Regionalkonferenz in der nächsten Woche findet. Kristina Vogt weiter: „Die Bildungsbehörde muss endlich den Bau einer weiteren Schule im Westen anvisieren.“