11. Mai 2016

Grüne Beiratsfraktion versucht Findorffer Kita-Ausbau zu stoppen!

Foto: Verena Berk / pixelio.de

Auf der gestrigen Beiratssitzung in Findorff hat die Grünen-Fraktion versucht, den notwendigen und längst überfälligen Ausbau von Kita-Plätzen im Stadtteil auf den St. Nimmerleinstag zu verschieben. Hintergrund waren Proteste einiger Anwohner*innen und Nutzer*innen des Corveystr.-Spielplatzes, die aufgrund des neuen Bauentwurfs der dort geplanten Kita berechtigte Sorgen um den Fortbestand des Spielplatzes hatten.

Bis zum Schluss versuchten die Findorffer Beiratsgrünen auf der gestrigen Beiratssitzung mit dem Argument, man müsse nun erstmal ein Gesamtkonzept am Runden Tisch entwickeln, den zügigen, konsensorientierten Planungsvorgang des Kita-Baus zu verhindern. Selbst der Vorschlag, auf der Beschlusslage des Beirats vom Dezember 2016 die weitere Planung voranzutreiben, war für die Grünen nicht zustimmungsfähig. Christian Gloede, Fraktionssprecher der Linken im Beirat Findorff, kommentiert: „Dieses Verhalten ist unverantwortlich! Als Beirat sind wir den Gesamt-Interessen des Stadtteils verpflichtet. Hier wird der Versuch gestartet, den Beirat zur Durchsetzung von Partialinteressen, so berechtigt sie vor dem Hintergrund der zu erwartenden Einschränkungen an der Corveystr. auch sein mögen, zu missbrauchen! Dies ausgerechnet von der Partei, die in Bremen die Finanzsenatorin stellt und mit verantwortlich ist für eine rigide Spar- und Kürzungspolitik auch und gerade im Sozial- und Bildungsbereich, ist geradezu absurd. Dabei sind sich alle einig, dass wir auch in Findorff schnellstmöglich weitere Kitas brauchen.“

Dringlich sei nun, so Gloede, schnellstens Planungssicherheit in Bezug auf die Corveystr. herzustellen und weitere Kita-Standorte zu finden. Am 31.5. sollte zudem auf der nächsten Sitzung des zuständigen Ausschusses über den Ausbau von Spielflächen für Kinder im Stadtteil beraten werden. „Es bleibt zu hoffen, dass der Grünen-Kollege Jacob zukünftig als Deichmann sich für alle Schafe einsetzt, die auf Bremer Deichen grasen und nicht nur für die schwarzen“, bemerkt Gloede ironisch.