14. Mai 2017

Kein Werben fürs Sterben!

Derzeit fahren Busse der BSAG durch Vegesack und andere Stadtteile Bremen-Nords, auf denen
Werbung für eine Karriere in der Bundeswehr zu sehen ist. Mit Sprüchen wie „BEI UNS GEHT ES
UMS WEITERKOMMEN. NICHT NUR UMS STILLSTEHEN.“ oder „GRÜNZEUG IST AUCH
GESUND FÜR DEINE KARRIERE“ versucht die Bundeswehr, künftige Soldat/innen anzuwerben.
Die Linksfraktion Vegesack kritisiert diese Werbung als irreführend.

„Es wird ausgeblendet, dass eine Ausbildung bei der Bundeswehr auf reale Kriegseinsätze
vorbereitet, in denen Menschen sterben. Statt dessen werden Gesundheit und Karriere betont“,
meint Fraktionssprecher Sabri Kurt.
„Wenn in anderen Ländern Menschen durch Soldaten der Bundeswehr umgebracht werden,
profitieren Banken, Industrie und vor allem Rüstungskonzerne, aber nicht die Bevölkerung
hierzulande. Den Schaden hat der überwiegende Teil der Bevölkerung in den Kriegsgebieten“, gibt
Ulrich Stuwe zu bedenken.
„Jeder Krieg hinterlässt Spuren. Nicht nur bei den Angegriffenen. Auch bei den Angreifenden. Sie
kommen z.T. traumatisiert und / oder mit körperlichen Verletzungen wieder zurück.
Menschenopfer werden hier wie dort in Kauf genommen“, ergänzt Britta Littke-Skiera.

Die Linksfraktion Vegesack fordert daher die BSAG auf, ihre Busse nicht mehr mit einer Werbung
für die Bundeswehr zu versehen.

Sabri Kurt (Sprecher)
Britta Littke-Skiera
Ulrich Stuwe