Beiratsfotos

 

Wahlprogramm-Folder

 

Unsere Beiräte in Gröpelingen

Raimund Gaebelein, 67 Jahre, Lehrer i.R.:
Verbesserungen im öffentlichen Nahverkehr, im sozialen Wohnungsbau , Erinnerungsarbeit, internationale Begegnungen. Wir leben in einer Welt, die sich verändert. Da ist kein Platz für rassistische Vorurteile.
Kontakt über: Posener Straße 8a in 28237 Bremen | (0421) 61 63 215 | (0176) 49 86 51 84 | raygaeb@web.de

Bernd Brejla,64 Jahre, Stahlbauschlosser:
Seit 2003 Mitglied der LINKEN-Beiratsfraktion Gröpelingen. Schwerpunkt: die Bekämpfung der von der SPD
geschaffenen Bildungsbenachteiligung Gröpelinger Schüler. Bildungserfolge dürfen nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängig sein.
Kontakt über: Bernd.Brejla@dielinke-bremen.de

Die gesamte Beiratsfraktion erreichen Sie über die folgende Mail-Adresse:
beiratgroepelingen@dielinke-bremen.de


Beiratswahlprogramm 2015 bis 2019

DIE LINKE in Bremen und Gröpelingen will der gesellschaftlichen Spaltung entgegentreten, die seit Jahren fortschreitet und immer größere Teile der Gesellschaft von Teilhabe und selbstbestimmter Lebensgestaltung ausschließt. Die rot-grüne Landesregierung hat keine Konzepte zur Umkehr dieses Prozesses entwickelt, sondern steht für eine weitere Vertiefung der sozialen Spaltung.

Gröpelingen steht in der Tradition des Zusammenlebens von Menschen unterschiedlicher Herkunftsländer, Muttersprachen und Religionen. Wir bekennen uns zu dieser Tradition und wenden uns gegen jegliche Form von Ausgrenzung, Hass und Diskriminierung.

Der gesellschaftliche Zusammenhalt wird durch die Politik der rot-grünen Landesregierung bedroht. Die geplanten umfangreichen Kürzungen, die besonders die weniger wohlhabenden Stadtteile im Bremer Westen treffen werden, bedrohen die soziale Infrastruktur und senken die Lebensqualität in den betroffenen Gebieten.

Die Linke tritt stattdessen für den Erhalt und den Ausbau öffentlicher Einrichtungen ein. Unser Ziel ist es, für weitgehend gleiche Lebensverhältnisse in allen Stadtteilen zu sorgen.

Dafür setzt sich die LINKE im Stadtteilbeirat Gröpelingen ein:

Bildung

Kinder in Gröpelingen haben schlechtere Chancen als Kinder in anderen Stadtteilen. Dieser Skandal drückt sich auch in Zahlen aus: Im Ortsteil Ohlenhof machen 16% der Jugendlichen Abitur, in Schwachhausen sind es 85%. Der rot-grüne Senat hat vollständig versagt, wenn der Wohnort und das Geld der Eltern über den Bildungserfolg entscheiden. DIE LINKE will gleichberechtigte Teilhabe für alle Kinder und Jugendlichen! Gute Bildung beginnt in KiTa und Grundschule. In Gröpelingen müssen KiTa-Plätze für alle bereitgestellt werden, die Grund- und Oberschulen müssen deutlich besser ausgestattet werden. Gröpelingen braucht mehr Ganztagsschulplätze. Sowohl die Inklusion als auch die Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund müssen ernst genommen und weiter verstärkt werden. Besondere Anforderungen durch Armutsentwicklung und Arbeitslosigkeit lassen sich nicht alleine mit gutem Willen erfüllen. Gröpelingens Schulen brauchen mehr Geld, mehr Personal und kleinere Klassen! Durchgehende Sprachförderung muss gewährleistet werden. Die Neue Oberschule Ohlenhof muss zügig gebaut werden, weitere Verzögerungen darf es nicht geben.

Soziales

Armut ist in Gröpelingen das zentrale Problem, fast jedes zweite Kind wächst in einem armen Haushalt auf. DIE LINKE setzt sich dafür ein, dass alle Menschen ein ausreichendes Einkommen haben. Niemand darf von gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen werden. Armut ist politisch gemacht: Schuld ist vor allem die Einführung von Hartz IV vor zehn Jahren und der riesige Niedriglohnsektor, der viele Menschen in schlechte Löhne zwingt. Wir wollen gute Löhne auch bei öffentlichen Beschäftigungsmaßnahmen und eine deutlich höhere Grundsicherung. Injobs sollen in sozialversicherte, armutsfeste Stellen umgewandelt werden. Sanktionen, Strom- und Wassersperren wollen wir verhindern. Das Sozialticket muss billiger werden. Die Jugendzentren im Stadtteil müssen entsprechend den sozialen Problemlagen besser finanziert werden, das Freizi Oslebshausen muss außerdem baulich saniert werden. Die bestehenden sozialen Einrichtungen müssen erhalten und gestärkt werden. Die WIN-Projekte wollen wir absichern.

Wohnen und Stadtentwicklung

Steigende Mieten sind für viele Menschen in Gröpelingen ein Problem. DIE LINKE will deshalb den Sozialwohnungsbau stärken und die Mieterhöhungen stoppen. Die Wohnungen der privaten Deutschen Annington (früher Bremische) sollen an die städtische Gewoba übergehen. Grünflächen wollen wir erhalten. Wir setzen uns für die öffentliche Förderung von gemeinschaftlichen Wohnformen ein. DIE LINKE fordert die verstärkte Kontrolle von sogenannten Schrottimmobilien und von Vermietern, die ihre Wohnungen an zu viele Leute vermieten (ausbeuterische Überbelegung). Wir wollen bewohnte Kaisenhäuser in den Parzellengebieten erhalten. An der Gröpelinger Heerstraße siedeln sich immer mehr Spielhallen und Wettbüros an, DIE LINKE setzt sich für eine gesunde Mischung der Gewerbetreibenden ein. Wir wollen keine Ansiedlung von Giftmüll-verarbeitenden Firmen im Industriehafen, Gröpelingen ist ohnehin schon zu stark von Emissionen belastet. Keine Windkraftanlagen in unmittelbarer Nähe von Wohnbebauung.

Öffentliche Infrastruktur, Kultur und Sport

Die rot-grüne Regierung hat das Gröpelinger Goosebad geschlossen und benötigte Investitionen im Westbad jahrelang verschleppt. DIE LINKE setzt sich für den Erhalt des Westbades als Freizeitbad für alle ein. Sanierung des Westbades jetzt! Die kulturellen Einrichtungen und Bürgerhäuser im Stadtteil müssen gut ausgestattet sein. Die Kunst im Öffentlichen Raum gehört zum Stadtteil und soll erhalten bleiben. Die Erinnerungs- und Gedenkorte müssen gepflegt werden. Die Zuschüsse der Stadt für die Sportvereine dürfen nicht weiter gekürzt werden, die Arbeit der Vereine für den sozialen Zusammenhalt muss wertgeschätzt werden.

Verkehr und Mobilität

Der Quartiersbus 82 wird gut angenommen. Wir setzen uns ein für eine Verbesserung der Zeittaktung, eine Erweiterung der Fahrzeiten über den gesamten Vormittag und bis 20 Uhr. Wir fordern Wartehäuschen entlang der Fahrstrecke. Die Linien 80/82 sollen so erweitert werden, dass die Wohnbevölkerung Oslebshausens die Möglichkeit hat, während der Geschäftsöffnungszeiten mit öffentlichen Verkehrsmitteln die Nahversorgungsmöglichkeiten, Ärzte, Post, Apotheke beiderseits des Oslebshauser Bahnhofs zu erreichen. Ein dem Wohngebiet zugewandter Bahnhaltepunkt am Halmer Weg soll die Anbindung an Stadtmitte und Bremen-Nord sicherstellen. Eine veränderte Gleisführung für Güterzüge abseits der Wohnbebauung und eine Verbesserung des Schienenbetts (Flüstergleise) soll eine deutliche Reduzierung des Bahnlärms sicherstellen. Tempo 30 für Autos in Wohngebieten. Sanierung der Radwege.