Unsere Beiräte in Walle

Jörg Tapking:
50 Jahre, Sozialarbeiter, Mitglied in der IG Metall, Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Waller Beirat.
"Ich möchte, dass Bürgerbeteiligung endlich ernst genommen wird: Die Planungen zur Bebauung der zweiten Reihe auf dem Dedesdorfer Platz müssen zurück genommen werden!"
Kontakt über: Geestemünder Straße 19 in 28219 Bremen | Mobil: 0151-20413219 | joerg.tapking@dielinke-bremen.de

Cornelia Barth: 56 Jahre, Dipl. Sozialarbeiterin und Betriebsratsvorsitzende, Mitarbeit in der GEW und im Bremer Bündnis Soziale Arbeit.
"Ich will eine soziale Stadtentwicklung, die diesen Namen auch verdient. Die Lebenssituation benachteiligter Menschen im Bremer Westen muss verbessert werden!"
Kontakt über: Geestemünder Straße 19 in 28219 Bremen | Mobil: 0162-4399833 | cornelia.barth@dielinke-bremen.de

Ingo Lenz:
55 Jahre, parteilos, Diplompädagoge.
"Ich kandidiere, weil ich in meinem Wirken in Elternvertretungen und -Netzwerken sowie im Waller Bildungsausschuss gelernt habe, dass positive Veränderungen in der Schulbildung nicht von alleine kommen."
Kontakt über: E-Mail

Die gesamte Beiratsfraktion erreichen Sie über die folgende Mail-Adresse:
beiratwalle@dielinke-bremen.de


Beiratswahlprogramm 2015 bis 2019

DIE LINKE. in Bremen und Walle will der gesellschaftlichen Spaltung entgegentreten, die immer mehr Menschen von Teilhabe und selbstbestimmter Lebensgestaltung ausschließt. Die rot-grüne Landesregierung hat keine Konzepte zur Umkehr dieses Prozesses entwickelt, sondern steht mit ihrer umfangreichen Kürzungspolitik für eine weitere Vertiefung der sozialen Spaltung. Unser Ziel ist es, für weitgehend gleiche Lebensverhältnisse in allen Stadtteilen zu sorgen.

In Walle leben Menschen unterschiedlicher Herkunft, Muttersprache und Religion. Wir bekennen uns zu dieser Tradition und wenden uns gegen jegliche Form von Ausgrenzung, Hass und Diskriminierung. Menschen, die vor Krieg, Verfolgung und materieller Not fliehen mussten, sind willkommen und verdienen unsere volle Unterstützung!

Dafür setzt sich DIE LINKE. im Stadtteilbeirat Walle ein:

Soziales: Lebenslagen verbessern!

In Walle wachsen 35% der Kinder in armen Haushalten auf. Diese Armut ist Ergebnis einer Politik, die seit Einführung von Hartz IV viele Menschen in unzureichende Regelsätze und schlecht bezahlte Arbeitsverhältnisse zwingt. DIE LINKE. kämpft für gerechte Löhne und eine deutlich höhere Grundsicherung ohne Sanktionen. Strom- und Wassersperren gehören  verboten, das Sozialticket muss billiger werden.

Wir setzen uns für den Ausbau der öffentlich geförderten Beschäftigung ein. Injobs sollen in sozialversicherte, armutsfeste Stellen umgewandelt werden.

Die finanzielle Förderung der stadtteilbezogenen Jugendarbeit muss bedarfsgerecht erfolgen - Absicherung und Erhalt der Jugendfreizeitheime ohne Abstriche!

Wir wollen, dass die bestehenden sozialen Einrichtungen erhalten bleiben und langfristig abgesichert werden.

Für mehr Bildungsgerechtigkeit!

Die bildungspolitischen Versprechen des rot-grüne Senats wurden wieder einmal gebrochen!

Nach wie vor gilt: Wer in einem benachteiligten Stadtteil geboren wird, hat schlechtere Chancen einen höheren Bildungsabschluss zu erlangen oder in Berufsausbildung zu kommen.

DIE LINKE. will gleichberechtigte Bildungsteilhabe und gute Schulen für Alle!

Gute Bildung beginnt in KiTa und Grundschule. KiTa-Plätze müssen für alle bereitgestellt werden, die Grund- und Oberschulen brauchen mehr Geld, mehr Personal und kleinere Klassen! Um die Schulsituation im Bremer Westen zu verbessern muss die Oberschule Ohlenhof endlich gebaut werden. Walle braucht mehr Ganztagsschulplätze. Sowohl die Anforderungen der Inklusion als auch die Integration von SchülerInnen mit Migrationshintergrund müssen ernst genommen werden. Wir wollen, dass eine durchgehende Sprachförderung gewährleistet ist und die SchulsozialarbeiterInnenstellen absichert und bedarfsgerecht ergänzt werden!

Vor dem Hintergrund des Zuzugs schulpflichtiger Kinder und der zunehmenden Migration fordern wir eine verantwortliche, abgestimmte und langfristige Schulraumplanung.

Wir setzen uns für den Erhalt der Oberstufenzentren SZ Walle und SZ Rübekamp ein, die einen guten Weg zum Abitur, Fachabitur oder in den berufliche Ausbildung garantieren. Die beruflichen Schulen in Walle brauchen eine bessere finanzielle Ausstattung. Die marode Berufsschule an der Ellmersstraße benötigt einen Neubau.

Wir wollen, dass die Jugendbeteiligung im Stadtteil weiterentwickelt wird.

Kultur und Sport für alle!:

DIE LINKE. setzt sich für die Weiterentwicklung und dauerhafte finanzielle Absicherung kultureller Einrichtungen und Initiativen ein.

Wir engagieren uns für den langfristigen Erhalt sowohl der Kunstwerke und Denkmäler im Bremer Westen als auch der historischen Architektur. So konnte aufgrund unserer Initiative das Denkmal für die Verteidiger der Räterepublik konservatorisch gesichert werden. In den kommenden vier Jahren werden wir für den Erhalt der bedrohten Hafengebäude der 1950er Jahre in der Überseestadt streiten.

Wir wollen, dass mehr günstige Werkstätten, Ateliers und Veranstaltungsräume für kreative KleinunternehmerInnen, Kulturschaffende und Initiativen zur Verfügung stehen.

Viele Waller Sportstätten sind nach jahrzehntelanger Vernachlässigung in erbärmlichem Zustand! Wir fordern ein Sanierungsprogramm, um insbesondere den Schul- und Breitensport abzusichern. Das Westbad muss sofort saniert werden und als Freizeitbad für Alle erhalten bleiben!

Wir treten ein für die Förderung des nicht vereinsgebundenen Breitensports. Besonders für Kinder und Jugendliche müssen mehr öffentlichen Sport- und Spielflächen eingerichtet werden. Wir begrüßen den Bau des Sportparks in der Überseestadt und fordern neben der baldige Fertigstellung aller geplanter Anlagen auch eine gesicherte Betreuung.

Verkehrspolitik, nicht nur für AutofahrerInnen!

Wir wollen weg vom Verkehrslärm, hin zu einem Stadtteil, der für FußgängerInnen und RadfahrerInnen attraktiv ist. Dazu gehören die Entlastung vom Durchgangsverkehr und Tempo 30 in Wohngebieten. Wir sind für mehr Fahrradbügel in Wohngebieten und an Haltestellen.

An die Hansestraße gehört ein durchgehender Radweg, außerdem müssen zusätzliche Querungen über die Nordstraße geschaffen werden.

Wir möchten die Aufenthaltsqualität an Straßen und Plätzen verbessern und der zunehmenden Vermüllung mit einer Aufstockung des Reinigungspersonals entgegen wirken.

Wir werden uns weiter dafür einsetzen, dass die Bahn an ihren Strecken in Walle für den Lärmschutz sorgt.

Wohnen ist ein Menschenrecht!

Durch die Vernachlässigung des Sozialen Wohnungsbaus und die Privatisierung von öffentlichen Wohnungsbauunternehmen droht vielen Menschen mit geringen Einkommen die Verdrängung in prekäre Wohnverhältnisse.

Eine Stärkung des Sozialen Wohnungsbaus hat für DIE LINKE. höchste Priorität: Wir haben uns erfolgreich dafür stark gemacht, dass auch in der Überseestadt sozial geförderter Wohnraum entsteht. An der Markuskaje werden aktuell die ersten Wohnungen gebaut. Auch im Bereich des Schuppen 3 müssen günstige Wohnungen entstehen. Eine Rücksichtnahme auf Investoreninteressen darf es dabei nicht geben. Wir fordern die Rekommunalisierung von Wohnungen privater Gesellschaften und setzen uns für die die öffentliche Förderung von gemeinschaftlichen Wohnformen ein.

Bei der Ausweisung von Wohngebieten ist darauf zu achten, dass Freiflächen im Stadtteil erhalten bleiben. Im Rahmen der Innenentwicklung können verstärkt Baulücken und „Schrottimmobilien“ für den Wohnungsbau erschlossen werden.

Bürgerbeteiligung muss endlich ernst genommen werden! Im Beteiligungsverfahren zur zukünftigen Nutzung des Dedesdorfer Platzes wurde nach mehrjähriger Diskussion ein tragfähiger Kompromiss erarbeitet, der anschließend von der Baubehörde in bester „Basta Manier“ vom Tisch gewischt wurde. Wir wollen, dass Politik und Verwaltung auf Augenhöhe verhandeln und Entscheidungen ernst nehmen.

DIE LINKE. will bewohnte Kaisenhäuser in den Parzellengebieten erhalten. Wir setzen uns dafür ein, dass durch Abrissstopp und Einzelfestsetzungen alle BewohnerInnen in der Waller Feldmark bleiben können.