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Wir trauern um Anke

Anke Krohne wurde in den letzten Tagen des Jahres 1954 geboren. Ihr Elternhaus stand in der Kohlhöker Straße in Bremen. Schon früh zog die Familie in das Haus der Großeltern in Blumenthal, wo Anke bis zu ihrem Tod wohnen blieb. So verfolgte sie den schleichenden wirtschaftlichen Niedergang im Stadtteil aus erster Hand, war die Mühlenstraße doch ehemals DIE Einkaufsstraße in Blumenthal, was sich heute noch anhand der vielen Leerstände erahnen lässt. Das Ende der Großwerft Bremer Vulkan und zahlreicher Zulieferbetriebe sowie der Bremer Wollkämmerei waren die vorläufigen Tiefpunkte dieser Entwicklung, die auch ihre Spuren hinterließen an Ankes finanzieller Situation.

Blumenthal war durch die Wollkämmerei schon immer multikulturell. Weil Wohnraum am Stadtrand günstig war nahm dieser Trend nach dem Ende des Betriebs eher noch zu, auch in der Mühlenstraße und den benachbarten Straßen, mit zum Teil unschönen Folgen. Der Bereich um die George-Albrecht-Straße gilt heute als sozialer Brennpunkt, was Anke durch Einbruchsversuche auch zu spüren bekam und zu ihren Vorbehalten gegenüber "solchen Leuten" führte bzw. diese verstärkte. Insofern fühlte sie sich von zwei Seiten bedrängt, vom wirtschaftlichen Abstieg und von ihrem sozialen Umfeld.

In die Partei DIE LINKE trat Anke Anfang des Jahres 2010 ein. Als Mitglied im Blumenthaler Beirat füllte sie dieses Ehrenamt mit Leidenschaft aus. Es gab so gut wie keine Beirats-Sitzung ohne zumindest einen Antrag von ihr, und ihre Auseinandersetzungen mit dem ebenso leidenschaftlichen ehemaligen Ortsamtsleiter waren berüchtigt. Zur Bürgerschaftswahl 2015 wurde Anke von der Partei zur Kandidatin gewählt und sie wäre um ein Haar Mitglied der Bremischen Bürgerschaft geworden, nur wenige Stimmen fehlten.

Bedingt durch eine Erkrankung wurde es später ruhiger um sie. Am 5. Oktober ist sie verstorben. 

Über lange Zeit war Anke Krohne so etwas wie das Gesicht der Partei DIE LINKE im Bremer Norden. Wir vom Ortsverband Bremen-Nord bedanken uns dafür.


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