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Aufarbeitung zum sowjetischen Gräberfeld und Kriegsgräberstätte an der Reitbrake

Gröpelingen

Zur Vorlage auf der Beiratssitzung am 02.04.2025
Berichtsbitte der Fraktion DIE LINKE für die Sitzung des Beirats Gröpelingen am 02.04.
Der Beirat Gröpelingen möge beschließen:
Der Beirat Gröpelingen bittet um eine ausführliche Darstellung des Verfahrensstands in der Angelegenheit der archäologischen und erinnerungspolitischen Aufarbeitung zum sowjetischen Gräberfeld und Kriegsgräberstätte an der Reitbrake.
Der Beirat sieht es angesichts der aktuellen Entwicklungen als im höchsten Maße geboten an, dass die Erinnerung an die Schrecknisse der Krieges und den Geschehnissen an diesem Ort nicht ein weiteres Mal in Vergessenheit geraten.
Wir ersuchen insbesondere um eine differenzierte Erörterung folgender Aspekte:
1. Stand des Erinnerungsdenkmals für die Opfer in Osteuropa
- Welche konkreten Planungen und Maßnahmen sind bislang erfolgt?
- Gibt es bereits eine terminierte Umsetzungsperspektive?
- Welcher Betrag ist im Haushalt hierfür eingestellt?
2. Erinnerungskonzept an der Reitbrake (An der Kriegsgräberstätte)
- Inwiefern wurde ein inhaltliches Konzept für eine angemessene Gedenk- und Informationsstätte entwickelt?
- Welche Beteiligungsformate wurden oder werden für zivilgesellschaftliche Akteur:innen und Fachkreise vorgesehen?
3. Zustand und Lagerung der sterblichen Überreste sowie Fragen der Umbettung 
- Wo und unter welchen Bedingungen werden die sterblichen Überreste aktuell aufbewahrt?
- Gibt es Planungen zur Umbettung bzw. Wiederbestattung, und falls ja, in welchem Rahmen und mit welcher wissenschaftlichen Begleitung?
- Findet eine getrennte Bestattung nach Bevölkerungsgruppen - insbesondere Ukrainer und Russen - statt und gibt es entsprechend auch mehr als eine Veranstaltung
- Wie wird mit dem bestehenden Massengrab auf dem Osterholzer Friedhof umgegangen, in welchem unterschiedliche Bevölkerungsgruppen zusammen bestattet wurden und wird auch hier eine archäologische Grabung erwogen, um wie an der Reitbrake den NS-Opfern durch Auffinden von Erkennungsmarken ihre Identität zurückzugeben? Zur Erinnerung: Dies war das vordergründige Ziel der archäologischen Grabung an der Reitbrake.
4. Wissenschaftliche Ergebnisse und deren Veröffentlichung
- Welche Erkenntnisse konnten aus den archäologischen und anthropologischen Untersuchungen bislang gewonnen werden?
- In welcher Form und über welche Kanäle werden diese der Fachöffentlichkeit und der interessierten Stadtgesellschaft zugänglich gemacht?
5. Öffentlichkeitsarbeit der Landesarchäologie
- Warum ist auf der Seite der Landesarchäologie Bremen bislang keine umfassende Information über die Untersuchungen und Ergebnisse abrufbar?
- Sind Maßnahmen zur Verbesserung der Kommunikation und Transparenz vorgesehen?
6. Erkennungsmarkennummern sowie deren grafische Aufbereitung
- Wie ist der aktuelle Stand der Identifikationsmaßnahmen mittels Erkennungsmarkennummern? Und wann werden diese veröffentlicht?
- Gab es einen Abgleich der aufgefundenen Erkennungsmarkennummern mit den Erkennungsmarkennummern, welche Friedensforum/BI mittels der Datenbankrecherche zusammengestellt haben (siehe Konvolut) und welche Ergebnisse hat dieser Abgleich erbracht?
- Gibt es eine grafische bzw. kartografische Darstellung der Fundorte in Verbindung mit den zugeordneten Identifikationsmerkmalen? Und wann wird diese veröffentlicht?
7. Befassung mit den Ergebnissen der Bürgerinitiative/Friedensforum (siehe Konvolut)
- In welcher Weise wurden die Recherchen und Vorschläge der Bürgerinitiative sowie des Friedensforums in die fachlichen und erinnerungspolitischen Überlegungen einbezogen?
- Wurde eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem übermittelten Konvolut vorgenommen, und wenn ja, mit welchen Ergebnissen?

Dieter Winge für die Fraktion DIE LINKE im Beirat Gröpelingen

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